Backpacking statt all-inclusive – die Reise auf die New-Work-Insel



Seit einiger Zeit suchen wir in der Alois Heiler GmbH ein neues Teammitglied, das als Betriebskatalysator mit uns die Reise ins gelobte Land „New Work“ fortsetzt. Für diese Stelle gibt es auch durchaus Interessenten – aber leider sind dies bisher keine Backpacker.

Aber genau die brauchen wir. Denn unsere Reise ist keine romantische Fahrt auf dem Traumschiff …

Trampelpfad statt Promenade

Auch wenn der Begriff New Work nun schon seit gut zehn Jahren Einzug in die Unternehmenslandschaft hält – der Weg dorthin führt nach wie vor durch unbekanntes Terrain. Schließlich entdecken wir immer wieder Neuland. Und genau das ist der Grund, weshalb wir einen Backpacker suchen – wir stecken mitten in einem Abenteuer. Wir schnallen uns den Rucksack auf und erklimmen einen Berg nach dem anderen. Unsere Motivation ist der paradiesische Ausblick, den uns die Gipfel schenken. Dann wissen wir, dass sich die Anstrengungen im Unterholz gelohnt haben.

Wer immer noch glaubt, dass New Work ein reines Luxus-Paradies mit Schirmchendrink und Massage ist, der irrt sich gewaltig. Ich merke immer öfter, dass zahlreiche Unternehmer wieder zu ihren alten Strukturen zurückgehen, wenn sie feststellen, dass es auf der Insel New Work ja auch gefährliche Tiere gibt.

Eine grüne Wand ist kein Wald

„Besser als dem Untergang geweiht zu sein!“, mögen Sie jetzt vielleicht denken. Aber nein, das ist es nicht! Es reicht nicht, Ihre alte Welt grün anzumalen und eine Urwaldlandschaft darauf zu projizieren, nur weil Sie an Ihre Grenzen geraten und das Weiterkommen anstrengt. Damit wahren Sie lediglich den Schein …

Meiner Erfahrung nach kommen leider die meisten „New-Work-Experten“ mit einem Luxusliner an den wunderschönen Strand der New-Work-Insel geschippert und erwarten ein 5-Sterne-Resort. Im Kopf eine idealisierte und romantisierte Vorstellung der schönen, neuen Arbeitswelt. Den Müll, der angespült wird und die giftigen Tiere, die sich im Dickicht verstecken, sehen sie zunächst gar nicht. Sie sind keine Backpacker, sondern idealistische Theoretiker.

Was zählt, ist die Praxis

Auf solche Menschen hereinzufallen, ist für die Alois Heiler GmbH eine Gefahr. Verstehen Sie mich nicht falsch – hierbei handelt es sich durchaus um intelligente Leute, die sich viel mit dem Thema beschäftigen. Aber uns bringt es eben nichts, wenn jemand in der Theorie stark ist, im wahren Leben dann aber schnell an seine Grenzen kommt – und dort in die Schockstarre verfällt.

Nicht selten erlebe ich, dass diese idealistischen New Worker Mitarbeiter auffordern, etwas auszuprobieren und zu experimentieren. Aber Letztere sind natürlich auch nicht blöd und treffen beispielsweise nicht eigenverantwortlich Entscheidungen, nur weil ihnen jemand sagt, dass das ab jetzt okay ist. Die Mitarbeiter wissen natürlich, dass sie dann auch die Verantwortung für die Entscheidung tragen müssen. Und so reagieren sie auf den Vorschlag des Idealisten mit gesunder Skepsis und Ablendung – weil sie ahnen, dass das Experiment auch in die Hose gehen kann.

Die meisten New Worker gehen über die Einwände der Mitarbeiter hinweg. Stattdessen folgen sie ihrer intrinsischen Motivation und berufen sich in einer solchen Situation steif auf ihre Bücher. Doch genau hier geraten Ihre Theorien mit der Praxis und der Realität in Konflikt. Ein Umstand, für den wir im Unternehmen Lösungen brauchen.

Auf ins Abenteuer!

Verabschieden wir uns von der Vorstellung der paradiesischen Südsee-Insel New Work – auch wenn sie vom Meer aus so scheint. Ich wünsche mir mehr Backpacker, die das unvorhersehbare Abenteuer dem 5-Sterne-Resort vorziehen.

Es sich vorzustellen ist einfach, wenn man es nur versucht …

Gebhard Borck

#Mitarbeiter #Führung #Führungsstil #Unternehmen

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