Corona-Tagebuch Woche 3 – Die Tick-Trick&Track-Verschwörung

Aktualisiert: Apr 15


Fakten:



  • Umsatzrückgang seit 13.03.2020 = 0%

  • Arbeitstage ohne fixe Termine aktuell = 62

  • Buchprojekt Fortschritt = 37.342 Zeichen

  • Mock-Ups für Softwareprojekte begonnen = 1 | offen = 2

  • Reichweite Toilettenpapier bei üblichem Verbrauch = ca. 10 Monate (ich habe über die Firma bei einem Großhändler die kleinste Verpackungseinheit gekauft 😉)

  • Soforthilfeantrag in Baden-Württemberg gestellt. Eingangsbestätigung vier Tage danach erhalten. Inzwischen ist mein Antrag bei der L-Bank für die abschließende Bearbeitung.

  • Nachvollziehbare Downloads meiner derzeit kostenlosen eBooks = unbekannt (Amazon hat die Aktion beendet. Und auf meiner Webseite laufen keine Überwachungsbots, auf die ich Zugriff hätte.)



Links rund um das Thema:

Diese Woche auch mal ein wenig zum Anhören, nicht nur zum Lesen:


  • Adidas will zumindest privaten Vermietern die Miete weiter bezahlen. So titelt inzwischen Die Welt. Zu Anfang der Woche war die Kritik noch deutlich härter. Einige Großhandelsketten verlautbarten, dass sie gemäß den neuen Steuergesetzen ihre Miete erst einmal aussetzten. Hier scheitert wieder einmal wohl gemeinte Linearität (Gesetzgebung zum Schutz geschwächter gewerblicher Mieter) an Komplexität (vor dem Recht sind alle gleich). Noch härter trifft es da die Lehrlinge. Denn die Kurzarbeiterregelungen schützen sie nicht ...

  • Eine Kurzarbeit-Ausnahme wird jetzt zum Bumerang für Lehrlinge. Betrieben, die starke Umsatzrückgänge hinnehmen müssen, bleibt da nichts anders übrig, als den Lehrlingen zu kündigen. Da stellt sich die Frage: "Denken wir im Ausnahmezustand noch sinnvoll über unsere Zukunft nach?" Viele tun was anderes. Sie hamstern fröhlich weiter ...

  • Das hamstern die Deutschen wirklich – und so reagieren Rewe, Lidl und Aldi. Auch wenn im Einzelhandel vieles anders läuft, als noch vor einigen Wochen. Die Umsätze kennen augenblicklich nur eine Richtung – aufwärts. Auch in der dritten Woche des häuslichen Rückzugs kann ich persönlich keine Lücken im Lebensmittel-Warenfluss erkennen. Dort wo ich einkaufe ist genug von allem da, was unsere Familie benötigt. Was ich daran aufregend finde ist, dass wir jetzt, in der Krise hamstern. Ich gebe zu, ich habe schon seit vielen Jahren so einen kleinen Prepper in mir. Das sind Menschen, die sich stets irgendwie auf Krisen vorbereiten. In einer ziemlich starken Ausprägung führt es dazu, dass sich Menschen einen Bunker in den Garten graben und ihn mit Vorräten für bis zu mehrere Jahrzehnte ausstatten. Das führt uns zum Thema Vorbereitung. Hierzu gab es diese Woche spannende Beiträge in Deutschlandradio. So hat sich etwa Großbritannien ...

  • Die Pandemie als Übung - schon in 2016 gemacht. Die Resultate waren, dass das Gesundheitssystem völlig überfordert wäre und es zu wenig Intensivbetten sowie Beatmungsgeräte gäbe. Die Folge: Geldmittel für das Gesundheitssystem wurden gekürzt. Doch das passiert auch woanders denn ...

  • "Forscher hatten so einen Virus schon länger auf dem Radar" In diesem Interview erläutert der recht unaufgeregte US-Virologe Dennis Carroll, wie gut wir vorbereitet hätten sein können, wenn wir nur wollten. Derweil geht es in Europa mit den unterschiedlichen Vorgehensweisen im Umgang mit der Pandemiegefahr weiter und es stellt sich die Frage ...

  • Macht es Schweden besser? Dort appelliert die Regierung an ihre Mitbürger:innen, sich sinnvoll zu verhalten. Ohne Ordnungsvorgaben oder Zwangsschließungen. Inzwischen habe ich gehört, dass dieses Vorgehen unter Umständen was mit folgenden Zusammenhängen zu tun hat. Erstens: Es gibt in Schweden keine entsprechenden Notstandsgesetze, wie etwa hierzulande. Um diese zu bekommen, braucht es eine parlamentarische Einigung, denn augenblicklich regiert dort eine Minderheitsregierung. Sprich, es fehlen die rechtlichen Grundlagen für eine Ausgangsbegrenzung. Zweitens: Im ganzen Land gibt es gut fünfhundert taugliche Intensivbetten. Bei einer Bevölkerung von ca. zehn Millionen Menschen, ist dieses System schlicht sofort überlastet. Drittens: Die Menschen leben in großer physischer Distanz. Sprich, wenn Stockholm zu einem Hotspot wird, muss das noch nichts für das übrige Land bedeuten. Allerdings steigen, während ich den Text schreibe, die Zahlen auch in Schweden an.


Diese Woche hörte und las ich zusammengefasst folgende Informationsströme:

  • Die Zahlen steigen weiter. Die aktuellen Vorgaben zur Ausgangsbeschränkung etc. werden verlängert.

  • Während die Gesundheitseinrichtungen in Hotspots mehr und mehr einem Krisengebiet gleichen, fragen sich die Menschen in wenig betroffenen Gebieten, was der ganze Aufwand soll.

  • Wenn wir gewollt hätten, könnten wir deutlich besser vorbereitet sein.

  • Die USA übernehmen die globale Führung. Sowohl was die Raten angeht, wie auch die wirtschaftliche Krise. Noch nie meldeten sich so viele Menschen innerhalb so kurzer Zeit arbeitslos. Die Regierung um den Präsidenten erscheint ob ihres Zögerns bezüglich der Flugindustrie und auch sonst ziemlich von der Situation überfordert.

  • Es gibt mehr und mehr Verschwörungstheorie-Videos. Wer hinter der Pandemie steckt und warum alles nur halb so schlimm ist.


Wie verhalte ich mich?

Bei uns spielt sich so langsam die Krisen-Routine ein. Unsere Kinder freuen sich auf die Ferien. Endlich keine Zuhause-Schule mehr. Wir bekamen mit, dass die meisten Klassenkamerad:innen bereits diese Woche ziemlich locker lebten. Da kommen nachts um halb zwei Chatanfragen aus Langeweile. Am nächsten Morgen um zehn können sie dann am Videoanrufunterricht nicht teilnehmen, da sie noch schlafen. Überprüfen kann ich da wenig, doch ich nehme mal an, die Eltern sind in Kurzarbeit. So bekommt diese Zeit schnell die Anmutung von Urlaub.

Wir stehen verstärkt in Kontakt mit unseren Familien und freuen uns, dass wir noch keine Betroffenen kennen.

Ich reduziere meinen Nachrichtenkonsum auf ganz bestimmte Zeiträume am Tag. Ich meide Fernsehnachrichten, höre weiterhin Deutschlandradio und lese Beiträge in der Presse, auf die ich von anderen hingewiesen werde. So entgehe ich wohl ziemlich gut der Katastrophenpanik und den Verschwörungstheoretikern.

Noch immer verfolgen wir die Statistiken. Ich habe inzwischen zu worldometer gewechselt. Hier gibt es Entwicklungsdiagramme aus der ganzen Welt.

In dieser vergangenen Woche hatte ich einige Anrufe und Videokonferenzen im Zusammenhang mit meiner Arbeit und der Lesestoff-Aktion. Das erste Thema war dennoch jedes Mal Corona. Und so kam ich an einige Infos, die mich sonst wohl kaum erreicht hätten. Diese Woche begannen bei mir auch über verschiedene Kanäle – Mail, SMS, Messenger – Verschwörungstheorien einzutrudeln. Mehr dazu in ...


Meine Gedanken

Inzwischen ist klar, diese Krise kann stärkere wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen haben, als alles, was nach dem zweiten Weltkrieg war. Und das immer wahrscheinlicher sogar global. Die Krux, ich kenne niemanden, der weiß, was für welche. Was mir diese Woche auffiel, war, dass ich ganz vielen Verleugnungsreaktionen begegnet bin.

Ich kenne das sehr gut aus meiner Arbeit als Katalysator. Wer schon eine Weile Organisationsentwicklung macht, hat irgendein Phasenmodell, wie wir Menschen mit Veränderung umgehen. Ob Achterbahn, Zimmer in einem Haus oder das bei mir beliebte Bild der Kuchenstücke. Soweit ich es weiß, kommen alle Modelle aus der Trauerarbeit. Wer mehr über meinen Ansatz lesen will, findet hier einen Blogartikel dazu.

Alle Konzepte leiten sich von einer Situation ab, in der man einen unwiederbringlichen Verlust erleidet, der einen aus seiner Lebensstabilität reißt. Etwa den Tod einer nahe stehenden Person oder eben die aktuellen (Freiheits-)Beschränkungen durch den Umgang mit dem Corona-Virus. Der Abschied beginnt in allen Modellen mit einer Phase der Verleugnung der Tatsachen (rotes Kuchenstück).

Während des Abschieds sind wir unfähig etwas zu verändern. Das kann erst in der Neutralen Zone gelingen. Dieser Zusammenhang ist wichtig für alle, die sich eine positive Weiterentwicklung unserer Gesellschaft aufgrund von Corona wünschen. Alle, die in der Phase des Abschieds, der Verleugnung stecken bleiben, ändern nach der Krise überhaupt nichts. Woran lese ich nun ab, dass Menschen in der Verleugnung sind. Um das zu verstehen, fasse ich das, was ich für die Fakten halte, nochmal kurz zusammen:

  • Corona ist ein hochgradig ansteckender Grippevirus.

  • Ca. 80% der Verläufe sind unauffällig bis mittelschwer. Sie bedürfen keiner speziellen Behandlung in Krankenhäusern. Genau dieser Umstand ist ein wichtiger Teil der Gefahr. Denn durch die völlig unauffälligen Verläufe breitet sich das Virus unerkannt aus. Der einzige Weg, diese Ausbreitung zu unterbrechen ist physische Distanz.

  • Ca. 15% – 18% der Erkrankungen verlaufen mittelschwer bis schwer. Einige davon können nur in Krankenhäusern soweit gelindert werden, dass die Patienten überleben.

  • Ich finde aktuell zwei offizielle Quellen für Aussagen über die Sterberate. Die aktuellste Quelle datiert auf den 28. Februar 2020. Also vor den größeren Ausbrüchen in Europa, den USA, dem Nahen Osten und Afrika. Durch unsere direkte persönliche Verbindung zu spanischen Ärzten nehme ich an, dass die Zahlen hinsichtlich Alter, Geschlecht und Vorerkrankungen deutlich zu korrigieren sind. In Spanien und Frankreich werden Menschen ab einem Alter von achtzig Jahren schon gar nicht mehr ins Krankenhaus transportiert. In Spanien gilt 48 Jahre inzwischen als realistisches Risikoalter. Dennoch, basierend auf den bekannten Fakten liegt die Sterberate bei 3,4%. Im Vergleich dazu liegt die Sterberate für eine gängige Grippe bei 0,1% bis 0,2%. Selbst wenn wir von einer Sterberate um 2% ausgehen, ist dieser Coronavirus zehn bis über dreißig Mal so tödlich wie eine normale Grippe. Was ist das für eine Gefahr?

  • Bei mir verstärkt sich der Eindruck, dass kaum jemand Prozentrechnen kann. Deshalb hier das kleine Rechenexempel für Deutschland: Unsere Zahlen: > Einwohner grob 80.000.000 > Herdenimmunität ist erreicht bei 60% - 70% Durchdringung > Sterberate 2% bis 3,4% Das ergibt, wenn es gut läuft: 80.000.000 x 0,6 x 0,02 = 960.000 zusätzliche Tote durch Corona in dieser Grippe-Saison. Wenn es schlecht läuft: 80.000.000 x 0,7 x 0,034 = 1.904,000 zusätzliche Tote.

Wer also gegen die aktuellen Maßnahmen schimpft, nimmt billigend in Kauf, dass 2020 in Deutschland zwischen einer und zwei Millionen Menschen an den Folgen der ungebremsten Corona-Herdenimmunisierung sterben. Ganz ehrlich, natürlich mache ich mir Gedanken zu meinen Freiheitsrechten. Mein Antrag auf Soforthilfe ist ernst gemeint, da mir durch die aktuellen Beschränkungen mehrere tausend Euro Umsatz verloren gehen und auch meine Fixkosten weiterlaufen. Dennoch mache ich ohne zur murren mit, denn ich habe keinen besseren Vorschlag.


Ich halte also die konkreten Zahlen für wichtig, denn in ihrem Zusammenhang können wir unsere Verleugnungsstrategien entlarven. Wohlgemerkt, sie halten uns davon ab, aufgrund der Krise irgendetwas signifikant Sinnvolles zu verändern:

  • Umkehrschlussfalle Kurz gesagt geht es um folgenden Zusammenhang: "Alle terroristischen Anschläge der letzten drei Wochen wurden von Muslimen durchgeführt. Sprich, alle Muslime sind terroristische Attentäter." Ich glaube die Umkehrschlussfalle ist so alt wie die Menschheit. Mir begegnete sie diese Woche in der Aussage von Ärzten in mir zugesandten Verschwörungsvideos: "Alle mir bekannten Fälle sind glimpflich verlaufen. Ich weiß auch nur von Menschen mit Vorerkrankungen, die daran gestorben sind. Die zehntausend Fälle von Italien oder Spanien sind ganz normal." Das heißt im unausgepsrochenen Umkehrschluss: "Ich kenne keinen Corona-Patienten, sprich die Krankheit ist gar nicht so gefährlich." Oder im Hinweis investigativ unerfahrener Menschen: "Ich war in den umliegenden Krankenhäusern" Tonspur zu einem Handyvideo "Ich habe da keinen einzigen Corona-Patienten gesehen." Das heißt im unausgesprochenen Umkehrschluss: "Hier gibt es keine Kranken. Sprich, die Krankheit ist ungefährlich." Glücklicherweise kenne ich dieses Muster aus meiner Arbeit. Bitte empfehlt Menschen, die solche Aussagen treffen, sich sofort auf den Weg nach New York, Bergamo, Madrid, Barcelona, ins Elsass oder die Pflegeheime in Wolfsburg zu machen. Denn offensichtlich kann ihnen die Krankheit nichts anhaben.

  • Verzerrungsfalle Kurz gesagt spekuliert jemand über die Verwendung von Informationen, ohne die Faktenlage zu kennen. Diese Woche erzählte mir jemand die Idee eines Freundes (man merkt schon an dieser Formulierung, wie wachsam eine:r heutzutage sein sollte 😉): "Wenn ich jetzt rausgehe und vom Bus überfahren werde, dann untersucht man mich nachher auf Corona. Bin ich positiv, gehe ich als Corona-Toter in die Statistik ein." Die Geschichte drückt den Verdacht aus, dass mehr Sterbefälle gezählt werden, als wirklich auf Corona zurückgehen. Was ich dazu herausfinden konnte ist, dass auch hier die Länder verschieden vorgehen. Während Spanien tatsächlich postum testet, behält Deutschland die Tests (Stand letzten Freitag) den Lebenden vor. Damit würde zwar der Bustote auch in Spanien kein Corona-Fall, allerdings ist davon auszugehen, dass eher zu wenige als zu viele gezählt werden.

  • Verschwörungsfalle Kurz gesagt geht es darum, dass irgendjemand anderes für irgendwas verantwortlich ist und ich deshalb aller Verantwortung enthoben bin. Ich bekam diese Woche ein Video empfohlen. Dort sitzen ein selbsternannter Starmoderator, ein selbsternannter investigativer Journalist und ein Arzt in einem google Hangout – wohlgemerkt kein physisches Treffen 😉. Sie diskutieren die absurde Ausnahmesituation. Der Arzt erklärt dann passende Beispiele, wie das oben und kommt zum Schluss. Corona ist wie die normale Grippewelle. Der Moderator übergibt sofort an den investigativen Journalisten. Dieser erklärt dann ganz gelassen: "Das Robert Koch Institut wie die Welt-Gesundheits-Organisation (WHO) arbeiten schon seit Jahrzehnten mit der Pharmaindustrie zusammen." Das harmlose Coronavirus wird also genutzt, um der Pharmaindustrie und den chinesischen Produzenten von Schutzmasken mal einen ordentlichen Profit zu verschaffen. Deshalb ist es völlig unnötig, die Maßnahmen der Regierung einzuhalten. Zum einen ignorieren alle drei den Fakt, dass es sich bei jedem schweren Coronafall um eine:n zusätzlichen Patient:in handelt, die/der die normale Statistik erhöht und so auf jeden Fall für eine Überlastung des Gesundheitssystems sorgt. Mehr zu den Folgen in diesem Artikel. Zum anderen glauben sie scheinbar wirklich, dass es Regierungen gibt, die dumm genug sind, komplette Wirtschaftszweige auf's Spiel zu setzten, um gezielt einer Industrie Profite zu verschaffen. Offensichtlich haben alle drei die Supermarktmafia vergessen ...


Hinweis: Ich gebe keine Quellenangaben für all die Geschichten an, weil ich ihre Weiterverbreitung unterbinden will. An der Stelle bleibt also nichts weiter, als mir zu glauben oder es zu lassen.


Allerdings gibt es noch viel mehr Verleugnungsstrategien. Anna Freud hat darüber das Buch "Das Ich und die Abwehrmechanismen" geschrieben. Es ist oft gesund, sich den Fakten zu widersetzen. Denn damit schützen wir uns vor zu viel Schmerzen.


Mir geht nur durch den Kopf, dass sich augenblicklich auch viele ausmalen, welche Chance dieser Ausnahmezustand für die positive Entwicklung der Gesellschaft ist. Ich kann, nach dieser Woche, diese Hoffnung nur begrenzt teilen. Denn mir begegneten fast nur Verleugner:innen und Verschwörer:innen, die an ihrer Art zu leben festhalten wollen. Dabei will ich keineswegs der Umkehrschlussfalle auf den Leim gehen 😉. Also, folge ich dem wunderbaren Liedtext von Alphaville:

Hoping for the best, but expecting the worst.

Ich würde es klar bevorzugen, anders auf so eine Krise zu reagieren. Ich habe starke Einwände gegen die aktuellen Beschränkungen. Und das, obwohl ich persönlich sehr gut mit dem Zustand an Sich zurechtkomme. In meiner Beratung arbeite ich angelehnt an die Soziokratie mit folgendem Zustimmungs-Einwand Schema:



Ohne Corona würde ich ein klares Veto gegen die Vorgaben der Regierung einlegen. So wie ich es verstehe und meinen Kunden beibringe, bedeutet das, dass ich die Verantwortung übernehme, innerhalb einer kurzen Zeitspanne von vielleicht einer Woche, einen Alternativvorschlag vorzustellen. Diese Alternative muss mindestens genauso gut sein, wie der aktuelle Vorschlag, bezogen auf alle Betroffenen. So gern ich das täte, augenblicklich habe ich, mit Bezug auf die Maßnahmen der Regierung, dazu keine gleichwertige oder bessere Idee. Also mache ich mit.


Allerdings denke ich schon über den weiteren Verlauf nach. Und hier habe ich klarere Ideen. Ich bin Pfadfinder und wir haben einen Wahlspruch: "Allzeit bereit" oder im Original: "Be prepared".

Was ich aus dieser Woche mitnehme ist, wir hätten deutlich besser vorbereitet sein können. Denn unsere Forscher wissen schon lange um die Gefahr der Viren und Pandemien.

Inverview mit Dennis Carroll im Deutschlandradio


Und ich weiß ganz konkret um wirtschaftliche Verhaltensweisen (Betriebskatalyse) und Mechanismen (Kollaboration & Einkommensverteilung), die uns in unseren persönlichen Existenzen auf eine solche Krise gelassen schauen ließen, hätten wir sie nur schon weitreichend etabliert. Woher diese Überzeugung kommt? Von meinen Kunden:



Natürlich bin ich auch gerne mal ein Verschwörungstheoretiker 😉.

Diese Woche erklärte mir unser Sohn: "Es gibt Vor- und Nachteile in der Corona-Krise."

Ich schaute verwundert auf und fragte ihn: "Was sind die Vorteile?"

Er sah mich an und meinte: "Die Erde atmet auf. Es zwitschern viel mehr Vögel im Garten. In Barcelona dringen Wildschweine in Wohngegenden ein, weil kein Mensch sie vertreibt. Die Luft ist viel sauberer."


In diesen Tagen erhielt ich per Messenger ein Video. Es ist an der Mittelmeerküste im Norden von Barcelona aufgenommen ...


Nach einiger Zeit sieht man die Delphine an der Küste entlang schwimmen. Die Gegend ist keineswegs für Wale-Watching bekannt 😉.


Und jetzt zur Verschwörungstheorie:

Wann genau war Greta Thunberg nochmal in Wuhan?

Es sich vorzustellen ist einfach, wenn man es nur versucht ...


Hier geht's zum vorherigen Tagebucheintrag ...

Hier geht's zum nächsten ...

Gebhard Borck


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