Der Garnatxa kann warten: Warum Erfolg mehr als ein Getränk an der Costa Brava ist

Aktualisiert: 9. Feb 2019

Zugegeben, so sah mein Geschäftsmodell aus, als ich bei der Alois Heiler GmbH begann: Erst dort erfolgreich beraten. Das Projekt als Leuchtturm nutzen. Damit einen zweiten vergleichbaren Kunden gewinnen. Auf diese Weise alle zwei Jahre um einen weiteren Kunden wachsen. Ungefähr 2026 sollte dann meine Pension gesichert sein – und ab geht es an die Costa Brava. Feierabend. Prost. Lebensabend. Mit Garnatxa? In dem Modell war eines nicht einkalkuliert: Dass ein Angebot auch zu interessant sein kann!



Ab in die Hängematte an der Costa Brava?

Erfolgt sprengt Kapazitäten

Im Erfolgsfall sind Kapazitäten schnell gesprengt – und auch der eigene Anspruch wächst: Denn eigentlich geht es mir ja um mehr, als bei vielleicht fünf Firmen allen Mitarbeitern den Weg zu Verantwortung und Mündigkeit zu eröffnen. Es geht darum, das für möglichst viele Menschen zu tun. In möglichst vielen Unternehmen.


Das ist mittlerweile Stephans und mein gemeinsames Anliegen: Mehr Unternehmen zu zeigen, wie sie ihre obsoleten Hierarchiestrukturen transformieren. Mehr Chefs, die sagen: „Ich will nicht mehr führen, sondern lieber was bewegen“. Wir wollen, dass dieser Prozess bei allen Firmen, die wollen, ankommt! Weniger formale Führungskräfte, mehr Mitarbeiterverantwortung.


Selbst ist die Steuerung

Wie würden Sie diesen Prozess in der Arbeitswelt als Berater vorantreiben? Den eigenen Mitarbeiterstab vergrößern? Eine Trainerausbildung anbieten? Vielleicht sogar Lizenzen für die Firmen-DNA verkaufen? Und damit die Berateranzahl maximieren? Das waren zumindest die Empfehlungen, die mir von verschiedenen Seiten zugetragen wurden. Ich stellte schnell fest, dass dieser Weg meiner Idee von Neuer Arbeit komplett widerspricht!


Die Wertschöpfung steigt nicht, indem wir möglichst viele Berater produzieren und sie den Unternehmen vorsetzen. Nein, das geht umgekehrt: Je stärker sich die Unternehmer selbst befähigen, desto höher ist der Qualitätsanspruch an die Berater. Und: Desto mehr Menschen überhaupt können wir in ihre Verantwortung bringen. Und erst dadurch ändert sich etwas in der (Arbeits-)Welt!


Der Lohn für alle

Diese Art des Wachstums folgt unserer Vorstellung der Organisation ohne formale Führung: In anderen Firmen pushen Vorgesetzte. Sie greifen ständig ein. Sie legen fest, wer wann was und wie zu machen hat, um zu wachsen. Bei uns handelt jeder Mitarbeiter aus sich heraus im Rahmen der Marktanforderungen. Das gelingt nur, wenn der Mitarbeiter versteht, wie seine Arbeit entsteht, wozu sie dient, und er die Beziehungs- und Prozessebene durchdringt. Genauso wollen wir dem Unternehmer zeigen, wohin er sich selbst entwickeln kann und was sein Lohn sein wird. Letztendlich entscheidet er, ob er dabei sein will.


So profitieren alle von dieser Transformation: Wir können die Gesellschaft über die Arbeitsstrukturen stark machen! Wenn die Menschen in der Arbeit ins Denken kommen, dann hört das Zuhause nicht auf. Je mehr Mitarbeiter in der Arbeit Verantwortung übernehmen, desto klüger bringen sie sich auch in die Gesellschaft ein. Das ist die Überzeugung, für die ich mich heute einsetze. Mein Antrieb, für den ich Risiken eingehe und Risiken empfehle. Der Garnatxa kann warten.


Es sich vorzustellen ist einfach, wenn man es nur versucht …


Gebhard Borck

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