Kein Invest in die Führungsriege, dafür in die Zukunft



In letzter Zeit sprechen mich häufiger Geschäftsführer an, die mit dem Gedanken spielen, es der Heiler GmbH gleich zu tun. Eine Frage, die verständlicherweise jedes Mal auftaucht: Gibt es einen Return on Investment? Wann lohnt es sich, einen teuren Berater zu beauftragen, um mit dem Unternehmen den Weg in Richtung New Work zu gehen? Und verstehen Sie mich richtig, auch ich will entlohnt sein. Dennoch sind die Interessenten in der falschen Denke: Sie wollen die Veränderung mit der traditionellen Herangehensweise umsetzen. Dafür setzen Sie zunächst eine Projektorganisation auf, die extra Aufwände im laufenden Betrieb verursacht. Die unterstützen Sie mit externen Beratern wie Mitarbeitern. Notfalls bilden Sie Task Forces. Obwohl der Erfolg nicht garantiert ist, entstehen also Kosten. Oft genug können sich das meine mittelständischen Kunden überhaupt nicht leisten. Einen meiner Gesprächspartner regte das auf: „Na toll! Was kann ich mir denn dann leisten? Oder anders gesagt: Wie komme ich trotzdem zu einem zukunftsfähigen New-Work-Unternehmen?“

Kosten verteilen

Tatsächlich fanden wir bei Heiler darauf Antworten. Ein Unternehmen mit 60-70 Mitarbeitern beschäftigt schätzungsweise sieben bis zwölf Führungskräfte. Sie alle gehören zu den Spitzenverdienern in der Firma. Doch das Gehalt ist nur ein Aspekt. Führungskräfte sind typischerweise mit Personalthemen, Koordination, Abstimmung und Sitzungen beschäftigt. Das heißt, sie beziehen ein hohes Gehalt und arbeiten nur minimal produktiv. Mir gegenüber bekennen deshalb Führungskräfte auch häufiger: „Heute habe ich Aufträge abgearbeitet. Es tut gut, am Ende des Tages mal wieder zu sehen, was man geschafft hat!“ Bei Heiler gibt es gar keine Führungskräfte mehr. Stattdessen gibt es Arbeit für ca. vier Katalysatoren, Stephan und mich eingeschlossen. Vier Katalysatoren anstatt sieben bis zwölf Führungskräfte. Den größten Teil ihrer Zeit beschäftigen sich die Katalysatoren damit, die bestehenden Strukturen zu verbessern oder strategische Themen effektiv mit der Belegschaft abzustimmen und umzusetzen. Von Unproduktivität keine Spur! Unternehmer, die sich in Richtung Betriebskatalyse auf den Weg machen, sparen sich teure Veränderungsprojekte und Taskforces. Stattdessen bringen sie Wirkung zurück in die Führung.

Die Last verteilen

Das gefällt meinen Gesprächspartner allerdings ebensowenig. Sie argumentieren, dass ein Invest in eine Führungskraft auch ein Invest in eine sichere Zukunft ist. Ich glaube, das ist die falsche Wette. Denn ich bezweifle, dass die klassische Führung mit ihren Vorgesetzten künftig noch in der Lage sein wird, die Zukunft des Unternehmens zu sichern. Und ich bin froh, dass dieses Bewusstsein auch schon bei vielen Unternehmern angekommen ist. Noch dominiert allerdings die Angst, dass sich der Invest nicht rechnet. Auch Heiler hätte sich diesen Change auf die klassische Art nicht leisten können, denn das bedeutet in einer klassischen Organisationsentwicklung neben den Veränderungsaufwänden 20-30 % Produktivitätseinbußen in der Zeit des Changevorhabens. Wir haben allerdings die Katalyse direkt auf die bestehenden Probleme angewendet. So machen Sie also kein neues Projekt (Problem) auf, sondern behandeln existierende Aufgabenstellungen mit einem neuen Ansatz. Das hat weniger Aufwand bei gleichzeitig mehr Effekt zur Folge. Und um auf die Frage nach dem Return on Invest zurückzukommen: Ich werde Ihnen nicht versprechen, dass es einen Return in Form von Wachstum gibt. Aber es gibt auf jeden Fall eine interne Optimierung – und die ist oft unbezahlbar!

Es sich vorzustellen ist einfach, wenn man es nur versucht …

Gebhard Borck

#NewWork #ReturnonInvest #Betriebskatalyse

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