Vorbild Wolfsrudel – Was Unternehmen von den Tieren lernen können



Vom bösen Wolf zum guten Alpha … – das ist ein Handlungsstrang in dem Abenteuerfilm „Alpha“, den ich kürzlich im Kino sah. Dabei musste ich an die Alois Heiler GmbH denken und freute mich über unsere Gemeinsamkeit mit einem Wolfsrudel. Denn wie Heiler haben Wölfe ebenfalls kein durch Rangkämpfe bestimmtes Alphatier, das ihr Rudel anführt. Die aktuelle Wolfsforschung zeigt, dass bei Wolfsrudeln natürliche Führungsverhältnisse bestehen. So führen Eltern ihre Kinder, werden die älter und kommen in die Pubertät, gründen sie ihr eigenes Rudel. Das finde ich einen sinnvollen Ansatz, an dem es lohnt, sich zu orientieren.

Besser ohne formale Führungskraft

Allerdings mussten Stephan und ich schon einige Male die Erfahrung machen, dass gerade junge „High Potentials“ nicht nur aus der Situation heraus führen wollen. Sie möchten klassische Alphatiere sein. Sie wollen eine formale Weisungsbefugnis, die ihnen die Führung über Mitarbeiter erteilt. Das zählt für sie wirklich. Dass diese Einstellung nicht mit der Heiler-Philosophie übereinstimmt, brauche ich Ihnen wahrscheinlich nicht zu sagen.

Solche Menschen werden woanders vermutlich glücklicher. Das wissen wir vor allem, seit wir festgestellt haben, dass es Menschen gibt, die „natürliche Führungskräfte“ sind. Sie qualifizieren sich nicht durch irgendein Papier, sondern durch ihre Talente. Sie sind Führungskräfte, die in und für eine bestimmte Situation die Führung übernehmen. Das kann wirklich jeder sein. Einmal geht es ums passende Know-how. Ein anderes Mal um Einfühlungsvermögen. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Mitarbeiter besser, produktiver und nachhaltiger führen als eine formale Führungskraft. Und: Sie sind nicht so verbissen auf ihren Status!

Wo bleibt mein Firmenwagen?

Unsere Belegschaft überlegt sich, wer bei einem Projekt die Führung übernehmen kann. Statussymbole wie ein Firmenwagen, Bonuszahlungen etc. sind dabei weniger ein Thema. Und ich bin der Überzeugung, dass genau das der springende Punkt ist, warum es keine guten Alphatiere gibt. Alphatiere, die unbedingt diese formale Benennung „Führungskraft“ benötigen und mehr Wert auf ihre Vergünstigungen legen als auf den Anspruch, ein gutes Ergebnis zu erzielen – die braucht die Firma nicht.

Aber wachsende Verantwortung muss sich doch auch finanziell auswirken, denken Sie? Warum soll jemand Führungsaufgaben übernehmen wollen, wenn die Statussymbole wegfallen? Das ist eine berechtigte Frage. Natürlich soll sich gute Arbeit auch lohnen und entsprechend entlohnt werden. Aber ich halte es für richtig, die Belohnungen nicht an der formalen Position festzumachen, sondern am erzielten Ergebnis. Mehr als das kann niemand verteilen.

Wenn alle die Hände aufhalten

Denken Sie mal an einen anderen wirtschaftlichen Aspekt: Führung ist anstrengend. Es ist nur verständlich, dass Menschen keine 40 Jahre auf gleich hohem Niveau führen können. Irgendwann geht den Besten die Kraft aus. Das liegt nicht an den Fähigkeiten dieser Menschen, sondern an der Komplexität der Aufgabe. Ein Unternehmen sollte deshalb mit der Führungskraft sinnvoll haushalten. Ziehen Sie dafür einfach Führungskräfte nach, kann das für Sie teuer werden. Denn dann bezahlen Sie unter Umständen zweimal. Zuerst die alte Führungskraft, die versorgt sein will und oben drauf den neuen Verantwortlichen mit dessen Status und seinen Symbolen.

Eine einfache Rechnung

Um festzustellen, dass der Verzicht auf Alphatiere richtig ist, braucht es für mich nur eine Rechnung: Eine Führungskraft führt es auf sich zurück, wenn sie zehn Leute dazu bringt, etwas zu bewegen. Sie als Geschäftsführer und/oder Unternehmer bezahlen also elf Mitarbeiter. Wenn Sie aber ein Team von zehn Leuten haben, in dem die Mitglieder Dinge selbst bewegen und engagiert vorangehen, können Sie sich die formale Führungskraft sparen. Diese zehn Leute handeln situativ nach Befähigung ihre Führung aus, alle haben Einfluss auf die Abläufe und niemand trägt die Last der Verantwortung alleine auf seinen Schultern. Am Ende also eine klare Win-win-Situation.

Es sich vorzustellen ist einfach, wenn man es nur versucht …

Gebhard Borck

#Alphatier #Mitarbeiter #HeilerGlas #Führungsstil #Eingenverantwortung

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