Machen sich die Großen (ernsthaft) auf den Weg?

Stefanie Puckett ist Psychologin. Sie berät vornehmlich große Firmen dabei, agil zu werden. Ihre zentrale Erkenntnis ist: "Veränderung beginnt immer mit dem Menschen."

Ich bin Logistiker, berate vornehmlich kleine und mittlere Firmen darin, antifragil zu werden. So unterschiedlich das klingt, so ähnlich ist, was wir herausfinden und wie wir vorgehen.


Das TEC-Modell

Stefanie Puckett nennt ihr Modell T-E-C (Transparenz – Empowerment – Collaboration). Sie erklärt anhand von Praxis-Beispielen wie die einzelnen Bausteine ins Leben kommen. Am Ende jedes Kapitels findet sich eine ausführliche Sammlung von Checklisten, Hacks und Methoden/Tools die dabei unterstützen.

Ich spreche von Hausverstand – Entscheidungs-Design und Firmen-DNA. Doch im Grunde entdecken wir dieselben Muster und Wege, wie Firmen in einer zunehmend dynamischen Welt erfolgreich bleiben.

Hier geht's zum Buch ...


Mich freut,

dass die Autorin keineswegs nur den Gemeinschaftsspirit beschwört, wie das heute in der New-Work-Agile-Soziokratie-Unternehmensdemokratie-Eigenverantwortungs-Blase weit verbreitet ist. Neben den Praxisbeispielen begründet sie stattdessen aus ihrer Profession heraus die Möglichkeiten der verschiedenen Bausteine. Sie zeigt dort auch auf, warum wir als Menschen in so einem Kontext mit hoher Wahrscheinlichkeit mehr leisten können, ohne daran zu verbrennen.


Kultur kann nicht direkt entwickelt werden

Das unterschreibe ich. Puckett zeigt allerdings, wie wir die Rahmenbedingungen setzen können, die eine „agile“ Kultur bevorzugen. Hier findet sich auch mein Wermutstropfen, der bei der Lektüre übrig blieb. Der Blickwinkel, den ich unter „sinnvollem Wirtschaften“ zusammenfasse, bleibt im Text unberührt. Zu keinem Zeitpunkt hinterfragt die Autorin die übergeordneten Zwecke, zu denen die Firmen, die sie aufführt, ihre gewonnene Agilität nutzen. Ist es für mehr Menschlichkeit oder schlicht zur Produktivitäts- und Dividendensteigerung. So ist es ein exzellentes Buch für Praktiker ohne moralischen Anspruch. Inwieweit das den Leser:innen wichtig ist, muss jede:r für sich selbst beantworten.


Wir sind auf einem guten Weg

Ich jedenfalls freue mich, dass meine Erfahrungen aus zwanzig Jahren Transformation so treffend zur Forschung passen. Ich bedanke mich bei Stefanie Puckett, dass sie uns so ausführlich, sachlich und praxisnah Einblick in ihr Schaffen gibt. Ich bin gespannt, ob sie ihr TEC-Modell in Zukunft um den Block ergänzt, den ich „innerer Kompass“ nenne. Es ist toll, zu lesen, dass die großen Firmen mehr machen, als nur darüber nachzudenken, unter welchen Rahmenbedingungen wir Menschen Menschen bleiben können.


Es sich vorzustellen ist einfach, wenn man es nur versucht ...

Gebhard Borck


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